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Ein Traum wird wahr.

Wenn du aus dem kleinem Flugzeugfenster schaust & den Pão de Açúcar (Zuckerhut) siehst und gleich daneben den Cristo entdeckst, weisst du, dass du in Rio bist. Vorab sei gesagt, für mich war es immer ein großer Traum, nach Rio zu reisen. Diesen Traum habe ich schon sehr lange gehabt & manchmal war ich soweit unten in meinem Leben und hätte nie gedacht, dass ich all das wirklich mal sehe. Deswegen war meine Euphorie im Flugzeug deutlich zu hören. Sobald ich das Meer sehe, bin ich ohnehin immer total ausm Häuschen, aber als ich dann den Cristo aus dem kleinem Flugzeugfenster gesehen habe, konnte ich kaum noch ruhig auf meinem Sitz sitzen bleiben. Leo probierte, mich immer wieder zu beruhigen, aber mich von meinem „Rio-fieber“ runterzuholen war fast unmöglich. Ich glaube , ich war noch nie so euphorisch, noch nie so glücklich & gespannt. Die Landung bekam ich gar nicht mehr mit, bei all meiner Vorfreude endlich in Rio zu sein. Ich tanzte aus dem Flugzeug! 
Ja einige Leute haben geguckt, aber nicht etwa entsetzt über meinen Freudentanz, sonder eher verständnisvoll. Denn diese Stadt kann man nur lieben! 
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Auf ging’s ins Taxi zu unserer „Ferienwohnung“. Wir hatten wirklich mega Glück mit unserer Unterkunft. Ein netter Vermieter, ein geiler Ausblick (wie ich finde) & in 15min war man an der Copacabana. EIN TRAUM! 
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Die Mixtur aus Stadt, Strand & Bergen ist für mich persönlich einfach optimal! 
Eigentlich die perfekte Kombination für mich. Ich bin ein Stadtkind, durch & durch, aber immer wieder fehlt mir das Meer & in Rio war einfach alles da, was ich brauche, um glücklich zu sein. Nachdem wir uns umgezogen haben, ging es auch schon zur Copacabana, alles erkunden. Als aller erstes ging es natürlich an den Strand. Der mir liebste Ort auf dieser Welt! Die Füße im Sand, die Meeresbrise in den Haaren. Ich war so glücklich! Das Grinsen aus meinem Gesicht war nicht mehr wegzudenken. 
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Selbst als die Sonne untergegangen war, waren es locker noch 29°. Zum Schlafen war das jetzt nicht so optimal, aber ich habe es trotzdem genossen & die Hitze förmlich aufgesaugt.
Die nächsten Tage wurden mehrere meiner Träume erfüllt. Es gab so ein paar Orte in Rio, die ich unbedingt sehen wollte! Dazu gehörten natürlich der Pão de Açúcar, Cristo Redentor
/Corcovado & Escadaria de Selarón. IMG_0888-tile
Unser erster Ausflug ging zum Corcovado hoch hinaus zum Cristo Redentor.
Wir fuhren in einem kleinem Bus den Berg rauf & es ging immer höher und höher. Auf der Fahrt bekam man wieder einiges von Rio mit. Einerseits das typische Touristenleben & andererseits die Armut & den Alltag. Wir fuhren an Favelas, an kleinen alten Häusern & beeindruckenden Graffitis vorbei.

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Wir dachten, wir wären schon bald da, aber für uns ging es immer höher und höher. Die Aussicht war unbezahlbar! Ich kann dieses Gefühl gar nicht beschreiben, ich war so glücklich, endlich oben angekommen zu sein & diesen Ausblick genießen zu dürfen. Immer wieder musste ich mich selbst kneifen, denn ich konnte nicht glauben, dass ich wirklich in Rio war. Dieser Ausblick machte mich kurz sehr sentimental & nachdenklich. 
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Endlich sah ich ihn! Endlich stand ich vor ihm & schaute ihm ins Gesicht. Cristo Redentor
Es war überwältigend! Ich hätte vor Glück weinen können. Wir waren mehr oder weniger von ihm erschlagen & standen erstmal etwas planlos rum. 
Es war unglaublich voll & die Zeit, die wir wählten, um zum Cristo Redentor zu fahren war nicht die beste Zeit. Die Sonne klatschte uns in 710m Höhe auf den Kopf. Es waren in der Sonne bestimmt 50°. 
Mir war noch nie so heiss & ich kann Hitze wirklich gut ab, aber selbst mich hat diese Hitze leicht überfordert. Die Unmengen an Menschen, die Hitze & dann auch noch mein Flüssigkeitsmangel. Trotz allem wollte ich möglichst lange da oben bleiben & den Ausblick und das Erlebnis  genießen.
Eine kleine Gruppe von Leuten stellten sich um die Statue & fingen an, auf portugiesisch ein Kirchenlied zu singen. Es war einfach toll! Ein letzten Foto wurde gemacht & dann ging es schnell in die kleine „Bar“ direkt am Berg, um neue Kraft zu tanken für den Rückweg.
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Nach einem kleinen Nickerchen im Auto ging es zurück zu unserer Unterkunft. 
Schnell haben wir uns umgezogen & etwas gegessen und schon ging es wieder zum Strand. Eine Abkühlung war dringend nötig & das Meer bietet sich natürlich dafür an. 

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Die Stimmung am Stand war wie immer Spitze. Ich sprang in die erste Welle & fühlte mich einfach nur gut. „Hier könnte ich für immer bleiben“ war mein Gedanke. Ich schloss Rio immer mehr in mein Herz. Rio hatte so viel zu bieten und 4 Tage waren einfach viel zu wenig Zeit. Wir verbrachten den Rest des Tages am Strand & schwammen bis um 21 Uhr im Meer und waren einfach nur glücklich. 
Nachts schwimmen ist was ganz besonderes & in Rio konnte man das einfach super machen. Wie schon erzählt, es waren nachts locker 29° & das Meer war einfach herrlich. Man kam aus dem Wasser und einem war einfach nicht kalt, an Kälte war nicht einmal zudenken. 

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Am nächsten Tag erforschten wir die Copacabana bis nach Ipanema. Einiges aus der Zeit der WM war noch zu sehen. Hinweisschilder, Malereien & lustig waren die Brasilianer, die im Deutschlandtrikot rumliefen. Wir trafen viele nette Leute, die Menschen waren so aufgeschlossen & freundlich. Ich war eigentlich immer am lächeln, wenn ich mal nicht gelächelt habe, fühlte ich mich schon „komisch“, denn in Brasilien war es völlig normal, sich gegenseitig anzulächeln. Ich wurde von einer Welle Positivität überrollt. Endlich waren all meine dunklen Gedanken weg. All der Stress fiel von mir ab. Ich genoss das Leben. 

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Auch der Besuch der „Selaron Steps“ war toll. Einige Einheimische machten uns vorab zwar etwas Angst, aber wir wollten trotzdem unbedingt hin. Nach Santa Teresa wollten wir sowieso, also warum nicht auch zu den berühmten Stufen. Es war wunderbar bunt, viele Leute tummelten sich um die bunten Treppen. Musik & gute Stimmung war mal wieder präsent. Santa Teresa gefiel mir persönlich sehr gut! Die Straßen, die Menschen, einfach die Umgebung fand ich klasse. 
Nach unserem Abstecher zu den Selaron Steps ging es zum Schwarzmarkt oder wie man in Brasilien sagt „Carmelo“. Der Markt war der absolute Wahnsinn! So viele tolle Stände, eine Riesenauswahl von einfach allem. Wir brachten nicht genug Zeit mit, um den ganzen Markt abzuklappern, aber das, was wir sahen, war toll & wir wollen unbedingt nochmal hin! 

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An unserem letzten Abend in Rio entschieden wir uns, nach dem Strand den berühmten Zuckerhut zu besuchen. Etwas nass & mit Salzwasser in den Haaren ging es zum Pão de Açúcar. Als ich dann die Gondel, die uns hochziehen sollte, sah, wurde mir schon etwas mulmig. Es ging hoch! 
Unser erster Halt war der „Morro da Urca“, der Ausblick war schon der HAMMER, ein toller Blick auf Rio. Es war die beste Entscheidung, abends auf den Berg zu fahren. 
Der Sonnenuntergang war unbeschreiblich schön & ich war so glücklich das alles mit Leo teilen zu können. Auf gings in die nächste Gondel und endlich ging es ganz nach oben auf den Pão de Açúcar.
Ein unglaubliches Erlebnis! Pão de Açúcar gefiel mir so so so gut!!!
Die Stimmung, diese Ruhe, dieser Frieden & natürlich die Aussicht. Ich war rundum happy. Dieser Trip war jeden Cent wert. Rio war es einfach wert. Als die Sonne hinter dem Berg verschwunden war, fingen alle Leute an zu klatschen. Sie feierten den Sonnenuntergang wie ein Konzert. Ich liebe diese Stadt, ich liebe dieses Land. Ich habe auf dieser Reise viel gelernt & ich kann nur sagen „DANKE BRASILIEN“. 
Mein Herz geht immer wieder auf, wenn ich von der Zeit in Brasilien erzähle. Dieses Land hat mich ganz besonders berührt. Es hat mich auf den Boden der Tatsachen gebracht, mich glücklicher gemacht & mich wachsen lassen.

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Tissi

Written by Tissi

9 Comments

Tina T

WOW WOW WOW! was für atemberaubende bilder. du hast das alles so toll "eingfangen"
irgendwann hoffe ich das auch alles mal zu sehen 🙂
aller liebste grüße von rndmmemories.blogspot.com

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Caty

So schön Tissi, so schön. Wow. Da wünscht man sich auch dort zu sein! Hast du richtig schön geschrieben, echt 🙂 und die Bilder sind soo toll!

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Julia Tu

Die Bilder sind der Hammer! Bekommt man richtig Fernweh 🙂
Ich möchte auch mal nach Brasilien reisen!

Liebe Grüße ♥
Julia

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Asta

wahnsinn. da fehlen mir die worte. schönste eindrücke!
brasilien hat mich eigentlich nie so wirklich gereizt, jetzt steht rio tatsächlich auf meiner liste mit orten, die ich gerne mal sehen würde 😉

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Grinsebacke

Ich weiß gar nicht, wie ich das was ich fühle gerade beschreiben soll… wow! Deine positive Erfahrung dort ist gerade einfach zu mir rubergeschwappt! Deine Bilder sind so schön und dein Text ist so herrlich ehrlich und mitreißend!! ♥

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